Reaktionen

Otto R. schrieb an Normen und Lars am 13.11.17:

Von: Otto R.
An: info@staalfabrik.com
Betreff: Ihre Werbung auf dem Firmentransporter
Guten Tag, ich denke, man sollte, bevor ein Firmenauto weithin sichtbar gemacht werden soll, sich vorher darum Gedanken machen. Eine halbnackte Frau darauf zu zeigen in einer Pose a lá: Meiner passt noch bei ihr rein! ist einfach nur widerlich und sollte doch mal langsam der Vergangenheit angehören. Widerlich und old scool. Keine Glanzleistung, wenn man eine Firma seriös führen möchte. Wir sollten den Frauen mehr Respekt entgegen bringen und nicht als nur zum Sex benutzbares Objekt darstellen. Ein Autofahrer, dem fast schlecht wurde -
Daraufhin erhielt er als Antwort von besagter Mail-Adresse:
Guten Tag ..... hast du dafür extra eine Mail-Adresse angelegt???? du hast recht.... und deshalb wird der neue Anhänger extra für dich so beklebt- Mit freundlichen Grüßen- Von meinem iPhone gesendet

Eine Antwort vom Deutschen Werberat zu einer Anzeige vgl. Juli 2015:

Von: "Werberat"werberat@werberat.de
An: itzebitze@freenet.de
Betreff: Stellenanzeige der Firma Jahnke „Wir zeigen Dir, wie man Rohre richtig verlegt“
Wir beziehen uns auf Ihre Beschwerde vom 4.7.2015 und teilen Ihnen mit, dass wir das werbungtreibende Unternehmen nach Prüfung Ihrer Beschwerde zunächst zur Stellungnahme aufgefordert hatten. Nach Eingang der Stellungnahme haben wir die Angelegenheit den Mitgliedern des Deutschen Werberats zur Beurteilung vorgelegt. Diese sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die o.g. Stellenanzeige als frauendiskriminierend zu beanstanden ist. Nachdem der Werberat das Unternehmen über die Beanstandung informiert hat und auch darüber, dass bei Nichtänderung bzw. Weiterschaltung der Werbung eine öffentliche Rüge erfolgen wird, hat es die o. g. Werbung zurückgezogen und sich für die Gestaltung der Stellenanzeige entschuldigt. Der Werberat wird daher keine öffentliche Rüge aussprechen; die Angelegenheit ist hiermit erledigt. Wir bedanken uns für Ihren Hinweis und verbleiben mit freundlichen Grüßen Katja von Heinegg

Eine Antwort vom Deutschen Werberat zu einer Website mit einer halbnackten Frau im Vordergrund als Werbung für Mietwagen:

Von: "Werberat"werberat@werberat.de
An: itzebitze@freenet.de
Betreff: Flyer- und Internetwerbung für Bluehummer
Sehr geehrte Frau Gebauer,
 
wir nehmen Bezug auf Ihre Beschwerden vom 16. Oktober und 2. November 2009.
 
Nach Überprüfung der oben genannten Werbemaßnahme sehen wir keinen Anlass für eine Beanstandung.
 
Der Deutsche Werberat, die selbstdisziplinäre Einrichtung der Werbewirtschaft in Deutschland, beanstandet eine werbliche Maßnahme dann, wenn sie gegen seine Verlautbarungen oder die darin zum Ausdruck kommenden herrschenden gesellschaftlichen Grundüberzeugungen verstößt. Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn eine Werbung einen diskriminierenden oder herabwürdigenden Inhalt aufweist.
 
Sicherlich kann man unter Geschmacksgesichtspunkten geteilter Meinung über die von Ihnen kritisierte Internetwerbung sein. Die neben dem Auto abgebildete Frau weist auch sicher einen unmittelbaren Bezug zu den beworbenen Fahrzeugen auf, dennoch sehen wir das Motiv gerade noch als tolerabel an, da weder eine diskriminierende Pose noch ein problematischer Slogan verwendet werden. Daher wird der Werberat die Werbung nicht beanstanden.
 
Mit freundlichen Grüßen
Julia Busse
 
Deutscher Werberat
Postadresse: 10873 Berlin
Hausanschrift: Am Weidendamm 1 A, 10117 Berlin
Telefon: 030-59 00 99-700, Telefax: 030-59 00 99-722
Elektronische Post: werberat@werberat.de
Online: www.werberat.de
blue

Ein Kommentar der Zeitung „horizont“ auf besagte Werbung in http://off-the-record.de/page/6/ - am 16.10.2009:
Spießer Alfons klärt auf zum Thema “Sex in der Werbung”
Soeben erreichte den Spießer eine Anfrage von Anke. Sie weist auf die Website von … hin und möchte wissen: „Können Sie mir erklären, warum die für ihre Autovermietung unbedingt eine halbnackte Frau erscheinen lassen?“
 
Nun, liebe Anke, noch mehr hätte es den Spießer gestört, wenn Bluehummer dort einen halbnackten Mann hätte erscheinen lassen. Was daran liegt, dass Alfons eine Frau von Natur aus als schöner empfindet als das männliche Geschlecht.
Der Spießer klärt Sie aber gerne auf, warum solche Bilder immer wieder in der Werbung Reklame zu sehen sind: Es waren Männer, die sich das ausgedacht haben. Und diese Männer waren geil darauf, eine hübsche Frau im Evaskostüm zu sehen, und zwar live! So was kostet – zum Beispiel im Dollhouse auf der Großen Freiheit in Hamburg-St.-Pauli – richtig Kohle. Und dieses Vergnügen muss man dort aus eigener Tasche bezahlen.
Anders in der Werbung: Die Frauen, die sich dort ausziehen, werden vom Kunden der Werbeagentur bezahlt, im vorliegenden Fall also von …. (Dafür durfte der Werbeleiter dieser Firma auch beim Shooting dabei sein und dem Mädchen aus dem Mantel helfen!)
Und damit das Finanzamt keinen Verdacht schöpft bei Vorlage der Rechnung, hat der Artdirektor das Produkt, also das Auto, mit ein paar Stricheleien versehen, die sich auf der Brust des Models fortsetzen. Das soll, so vermutet der Spießer, sichtbaren Elektrosmog symbolisieren oder so was Ähnliches, das vom Auto ausgeht.
Dass der jungen Frau das Ganze peinlich war, erkennt man daran, dass sie sich mit einer dunklen Brille getarnt hat.
Ach ja, und noch mal zurück zu Ihrer Eingangsfrage: Hätte … das nicht so gemacht mit dem halbnackten Mädchen … Sie, liebe Anke,  hätten diese Website nicht an Spießer Alfons weitergeleitet, und … hätte dann auch nicht diese tolle Verlängerung seiner Online-Werbung bei otr bekommen. Sie sehen: Wie man’s auch macht, es ist immer richtig verkehrt.
PS: Anke, Sie sind doch nicht etwa für die PR von … zuständig…?!?
Jürgen 16. Oktober 2009 (17:49 Uhr): Wow, das ist eine der schlechtesten Reklamen, die ich seit langem gesehen habe. Dagegen ist selbst die Chilli-Dildo-Werbung hot.
 
emanuela 17. Oktober 2009 (00:31 Uhr): Ich glaub, die Herren hatten bei der Malerei auf der Brust ganz andere Hintergedanken als Smog. Danke für diesen Text! Aber warum werden Produkte für Frauen ebenfalls mit halbnackten bis nackten Models beworben? Wird sich mir nie erschließen.
 
milwa 17. Oktober 2009 (15:30 Uhr): das verstehe ich schon, nur - will Werbung nicht irgendwas verkaufen? Alle Frauen, die ich kenne, regen sich über die nackten “Models” auf, die uns Haarspray o.ä. andrehen wollen. Eigentlich idiotisch, das Ganze. Eine gigantische Zielgruppe wird einfach vernachlässigt, weil halt die Hose juckt.
 
comicfreak 18. Oktober 2009 (09:42 Uhr): @ emanuela ..weil Frauen halt trotzdem Haarspray kaufen, werten das die entsprechenden Herren als Erfolg ihrer Werbung und als Legitimation zur Fortsetzung. Erst wenn Frauen gezielt nichts mehr kaufen, das mit nackten oder halbnackten Frauen beworben wird, ist evtl. ein Umdenken denkbar.

Flyer
Regina schrieb am 14.11.2009 an itzebitze@freenet.de:
 
Dein Flyer ist bei mir gut angekommen. Oh, ja – darüber rege ich mich auch sehr auf!!
Wenn man beobachtet sind die Banken von oben her auch hauptsächlich mit Männern aufgestellt. Es gibt sogar sehr selten AbteilungsleiterINNEN! Frauen werden klein gehalten, obwohl oft ihre Ideen besser sind wie bei Männern. Männer vertuschen Konflikte und sind somit Konfliktunfähig.
Man sieht ja überall, wo die Männerwirtschaft hin führt - Verluste in Betrieben – Fehlentscheidungen – Machtgier – unsoziales Verhalten - usw. Seit Jahren warte ich darauf, dass sich etwas ändert, doch es passiert nichts.
Wenn ich weiter darüber nach denke – rege ich mich richtig auf, also lasse ich die weiteren Gedanken nicht mehr zu.
Dein Flyer zeigt klar die Problematik auf – ich wünsche Dir dabei sehr viel Erfolg.

Bezug auf einen Prospekt zu Unterhaltungselektronik, in dem „Melonen“ für wichtig erachtet wurden (vgl. auch „Beispiele“)
Von: kundenzufriedenheit@karstadt.de
Gesendet Mi 10 Mär 2010 09:53:17 
 
Sehr geehrte Frau Gebauer,
 
haben Sie vielen Dank für Ihre Mitteilung.
 
Beim Versuch, werblich im Bereich Unterhaltungselektronik auf uns aufmerksam zu machen, haben wir uns nicht nur im Ton, sondern auch im Bild vergriffen. Es hat in diesem Fall gewiss an der notwendigen Sensibilität gemangelt. Wir bedauern sehr, Sie dadurch enttäuscht und verärgert zu haben. Dafür bitten wir Sie in aller Form um Entschuldigung.
 
Wir versichern Ihnen, dass unsere Prospekte künftig wieder mit dem gewohnten Respekt gegenüber unseren Kundinnen und Kunden entworfen und veröffentlicht werden.Wir würden uns freuen, wenn Sie uns die Chance geben würden, es in Zukunft besser zu machen.
 
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Karstadt-Team
 
KARSTADT Warenhaus GmbH i.I.
Dr. Klaus Hubert Görg als Insolvenzverwalter
Theodor-Althoff-Straße 2, D-45133 Essen
Von: itzebitze@freenet.de
An: hotline@karstadt.de
Betreff: Werbung mit den Möpsen
 
Guten Tag, Werbung mit Möpsen gehört verboten. Was denken sich Ihre Kreativen?! Es sind wohl Männer? Versetzen Sie sich in uns Frauen einmal hinein. Ich habe als Frau keine Möpse. Ständig werde ich mit solchen Bildern konfrontiert!!! Soll ich mir die Kugel geben, weil keine Kugeln?! Also bitte liebe Kreative - seien Sie doch wirklich kreativer.
Anke Gebauer
Sehr geehrte Frau Gebauer,
 
wir nehmen Bezug auf Ihre Beschwerde vom 9. März 2010 und teilen Ihnen mit, dass die o.g. Werbung bereits Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens beim Deutschen Werberat war.
 
Karstadt hat zwischenzeitlich kommuniziert, dass man sich bei dem Versuch, werblich im Bereich Unterhaltungselektronik auf sich aufmerksam zu machen, nicht nur im Ton, sondern auch im Bild vergriffen habe. In diesem Fall habe es gewiss an der notwendigen Sensibilität gemangelt. Das Unternehmen bedauert, dass der Prospekt zur Verunsicherung, Enttäuschung und Verärgerung von Kundinnen und Kunden geführt hat und bittet dafür in aller Form um Entschuldigung. Es versichert, dass die Prospekte künftig wieder mit dem gewohnten Respekt gegenüber den Kundinnen und Kunden entworfen und veröffentlicht werden.
 
Da der Deutsche Werberat entsprechend seiner Verfahrensordnung eine Beschwerde über eine Werbemaßnahme nicht weiter verfolgt, wenn die werbende Firma sich bereit erklärt hat, die Werbung zu ändern oder nicht mehr zu schalten, sehen wir die Angelegenheit als erledigt an.
 
Wir bedanken uns für Ihren Hinweis und verbleiben
 
mit freundlichen Grüßen
Julia Busse
 
Deutscher Werberat
Am Weidendamm 1 A, 10117 Berlin
Telefon: 030-59 00 99-700, Telefax: 030-59 00 99-722
Elektronische Post: werberat@werberat.de
Online: www.werberat.de

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